Tauben im Gras ist der Titel eines Romans von Wolfgang Koeppen aus dem Jahr 1951 und das erste Werk der sogenannten Trilogie des Scheiterns. In 105 episodenhaften Sequenzen wird vom Leben von über 30 Haupt- und Episodenfiguren in einer bayrischen Großstadt unter amerikanischer Besatzung während der Nachkriegszeit, geprägt von ihren gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen, erzählt. Tauben im Gras gilt wegen des an Mustern der Montagetechnik und des inneren Monologs moderner Romane orientierten Aufbaus als bedeutendes literarisches Werk. 2023 entzündete sich ein Diskurs über die Verwendung rassistischer Begriffe für schwarze Personen.

Verschiedene zeitlich parallel laufende Handlungen spielen an einem Tag um das Jahr 1950 herum in einer bayerischen Großstadt, vermutlich München. Die Spuren des Zweiten Weltkriegs sind noch im Stadtbild präsent, aber das Leben der durch die Kriegserlebnisse geprägten Menschen beginnt sich allmählich zu beruhigen und die Lebensverhältnisse verbessern sich gegenüber den ersten Nachkriegsjahren. Luxusgüter bekommen die nicht vermögenden Deutschen allerdings oft nur durch Beziehungen zu Amerikanern. Die dabei entstehenden Affären und Freundschaften deutscher Frauen mit schwarzen Besatzungssoldaten werden von Teilen der Bevölkerung mit rassistischen Vorurteilen bewertet.

Quelle: Wikipedia

Tauben im Gras

Band 11: Romanfragmente Band 11: Romanfragmente Wolfgang Koeppen Werke in 16 Bänden Herausgegeben von Hans-Ulrich Treichel und Walter Erhart Suhrkamp
Buchvorstellung

Wolfgang Koeppen: Der stille Chronist der deutschen Nachkriegsliteratur

Wolfgang Koeppen (1906–1996) zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seine Werke, insbesondere die Romantrilogie „Tauben im Gras“(1951), „Das Treibhaus“ (1953) und „Der Tod in Rom“ (1954), gelten als Meilensteine der Nachkriegsliteratur. Mit diesen Büchern prägte er eine literarische Ära, die sich unerschrocken den Abgründen der deutschen Nachkriegszeit stellte. Doch nach dem fulminanten Höhepunkt seines Schaffens verstummte Koeppen als Romanautor. Dieses ...
Der Roman "Tauben im Gras" von Wolfgang Koeppen sollte an baden-württembergischen Gymnasien ab 2024 Pflichtlektüre werden. Aufgrund rassistischer Begriffe im Text entstand eine heftige Debatte. Nun machte die Kultusministerin Theresa Schopper einen Vorschlag. Der Roman "Tauben im Gras" von Wolfgang Koeppen sollte an baden-württembergischen Gymnasien ab 2024 Pflichtlektüre werden. Aufgrund rassistischer Begriffe im Text entstand eine heftige Debatte. Nun machte die Kultusministerin Theresa Schopper einen Vorschlag. Bild: Suhrkamp Verlag
Debatte

Schullektüre: Anna Seghers oder Wolfgang Koeppen?

Vor einigen Monaten entflammte eine heftige Debatte um den Roman "Tauben im Gras" von Wolfgang Koeppen. Der Grund: Das Buch sollte ab 2024 Pflichtlektüre an baden-württembergischen Gymnasien werden. Als eine Ulmer Lehrerin während der Vorlektüre über einhundert Mal das N-Wort zählte, war sie geschockt und schmiss ihren Job hin. Medial diskutierte man, welche Lektüre Schülerinnen und Schüler zuzumuten sei. Jetzt machte das baden-württembergische Kultusministerium ein seltsames ...
Wolfgang Koeppen schildert in seinem 1951 erschienenen, ersten Roman den Alltag in einer westdeutschen Großstadt. In BW soll das Buch Abi-Pflichtlektüre werden. Eine Lehrerin aus Ulm wehrt sich dagegen. Der Grund: Rassismus. Wolfgang Koeppen schildert in seinem 1951 erschienenen, ersten Roman den Alltag in einer westdeutschen Großstadt. In BW soll das Buch Abi-Pflichtlektüre werden. Eine Lehrerin aus Ulm wehrt sich dagegen. Der Grund: Rassismus. Bild: Suhrkamp Verlag
Debatte

Rassismus in Schullektüre: Ulmer Lehrerin schmeißt hin

Abiturienten an beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg sollen im kommenden Jahr den Roman "Tauben im Gras" von Wolfgang Koeppen als Pflichtlektüre lesen. Als die Ulmer Lehrerin Jasmin Blunt das Buch aufschlägt, ist sie geschockt ob der darin enthaltenen, rassistischen Äußerungen. Das baden-württembergische Kultusministerium lenkt nicht ein. Pflichtlektüre ist Pflichtlektüre; rassistische Äußerungen perfekt, um auf Rassismus aufmerksam zu machen. Nun hat Blunt beschlossen, vorerst nicht ...

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